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Brandschutz

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Der Brandschutz ein zentrales Thema in der in der Hessischen Bauordnung und betrifft alle Gebäuden – Bestandsgebäude wie Neubauten. Der Brandschutz muss demnach bei jeder Baumaßnahme in der Planung und Umsetzung berücksichtigt werden.

In Abhängigkeit zu Gebäudeklasse und Verfahrensart kann das Brandschutzkonzept von verschiedenen Personen erstellt werden. Die Bauaufsicht überprüft den Brandschutz jedoch nur in Sonderbauverfahren (§ 66S HBO) und wenn in anderen Verfahren Abweichungen zum Brandschutz beantragt worden sind. 
Vgl. Kriterienkatalog zu § 68 (3) HBO (Anlage 1 zu § 2 (5) NBVO)

Grundsätzlich kann man zwischen dem baulichen und dem anlagentechnischem Brandschutz unterscheiden:
Der bauliche Brandschutz wird durch die Materialeigenschaften definiert, d.h. das Bauteile im Brandfall eine bestimmte Feuerwiderstandsklasse erfüllen müssen, bzw. aus nicht brennbar oder auch schwer entflammbaren Materialien hergestellt sein müssen.
Bauteil- und Baustoffanforderungen nach § 29 (2) Satz 1

Der anlagentechnische Brandschutz ist z.B. eine Sprinkleranlage, eine Luftspülanlage oder ein druckbelüftetes Treppenhaus.

Eine Kombination von beiden Techniken ist möglich und wird häufig umgesetzt. Der bauliche Brandschutz sollte trotz aller technischen Möglichkeiten in jedem Fall Priorität haben.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Das Brandschutzkonzept ist eine zielorientierte Gesamtbewertung des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes und besteht in der Regel aus einem schriftlichen und einem zeichnerischen Teil. Es ist bei Sonderbauten dem Bauantrag beizufügen. Das Brandschutzkonzept kann sowohl von Sachverständigen bzw. Nachweisberechtigten für Brandschutz als auch von Bauvorlageberechtigten oder von Fachplanern im Sinne des § 57 (2) HBO verfasst werden.
Wenn das Konzept nicht vom/von der bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser/in erstellt worden ist, hat er/sie der Bauaufsicht schriftlich zu bestätigen, dass er/sie das Brandschutzkonzept inhaltlich bei seiner/ihrer Planung in vollem Umfang berücksichtigt hat (die sogenannte Übereinstimmungserklärung).
Der Inhalt eines Brandschutzkonzeptes ist im Bauvorlagenerlass Anlage 2, Punkt 7, genau beschrieben. Es kann aber auch gemäß der Vfdb-Richtlinie 01/01 „Brandschutzkonzept“ erstellt werden.
Bei der Erstellung des Konzeptes sind die für das geplante Vorhaben geltenden Sonderbauvorschriften zu berücksichtigen.

Welche Gebühren fallen an?

Falls durch die Bauaufsicht zur Prüfung externe Sachverständige hinzugezogen werden, werden die Kosten gemäß Gebührensatzung der Baugenehmigungsgebühr hinzu gerechnet.

An wen muss ich mich wenden?

  • Brandschutzdienststelle
  • private Sachverständige
  • Nachweisberechtigte

Rechtsgrundlagen / Downloads / Formulare

Hessische Bauordnung 2018 (HBO) 
Bauvorlagenerlass (BVErl) 
Nachweisberechtigten-Verordnung (NBVO)